Herzlich  Willkommen

              in meinem 3.Kapitel zur

           Erstellung von Bildern gespiegelter TaT´s

 

               Erstellen von Bilder

 

 

         

 

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      Vorwort

      Ich tropfe seit Anfang 2010 und habe versucht einen Weg zu finden um die Natur mit einfachen Mitteln zu überlisten

         und musste nach vielen,schier endlosen Versuchen aufgeben , ansehliche Bilder von TaT`s ohne grosse Technik erstellen zu können.

         Es ist einfach nicht möglich die Taktfolge der Wassertropfen zu unterbrechen,man kann sie nur langsamer oder schneller machen.

         Und mit 10 Tropfen in einer Sekunde ist es nicht mehr möglich qualitativ ansprechende Bilder zu machen.

         Hätte ich diese Idee nicht mit einem gewissen Wahnsinn verfolgt,wäre ich schon viel weiter als ich jetzt bin.

         So habe ich Anfang 2013 entnervt aufgegeben und musste mich entscheiden,ob ich meinen " einfachen " Tropfen und Kronen

         weiter treu bleibe oder mich technisch hochrüste um auch in diese faszinierende Welt der Tat´s eintauchen zu können.

         Nach vielen Abwägungen hatte ich mich dann doch entschlossen einen weiteren Schritt zu machen,weil mich diese hoch interessante

         Sparte der Fotografie nicht mehr losliess,auch wenn ich mir von Anfang an bewusst war das die Formen mehr oder weniger immer wieder

         die selben sind.

         Also hatte ich mir Anfang April 2013 gedacht,wenn ich mir die Technik gönne,dann darf nicht die Form im Vordergrund stehen,sondern

         das Licht und die Farben,sie sind für mich das eigentliche Motiv in dieser Fotografie.

         Und das geht weit über die Verwendung dieser Technik hinaus,darüber möchte ich in diesem 3.Kapitel berichten.

         Hier schliesst sich der Kreiss von Technik und menschlicher Kreativität.

         Mit diesem Kapitel möchte ich den Versuch machen zu beweisen,das auch in dieser Fotografie nicht die Technik sondern der Mensch das

         letzte Wort hat. 

 

 

 

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Ein letztes Wort zur Technik

  

  Ohne der es nicht möglich ist qualitativ ansprechende Bilder von TaT´s zu erstellen.

  Sie in hochwertige Bilder mit einem herrlichen Licht und tollen Farben festhalten zu wollen,ist die eigentliche Herausforderung dieser Fotografie.

  Das Herzstück ist das Steuergerät,ich verwende das Stop Shot Gerät der Firma " cosygnis " .

  Mit ihm ist es mir möglich die Taktfolge der Tropfen zu unterbrechen und meiner Fantasie eine gewisse Richtung zu geben.

 

 

  

 Die grosse technische Schwierigkeit bei den gespiegelten TaT`s ist die Form in den gewählten Bildausschnitt zu bringen.

 

 Bei meiner allerersten " Sitzung " habe ich über 3 Stunden ! gebraucht um die Einstellungen dazu zu finden.

 Ich war kurz vorm aufgeben,bis mir dann die Erleuchtung kam.

 

 Wenn du hier kein Hochformat verwendest,das ganz klar im Vorteil ist,musst du einen kleineren Tropfen wählen.

 Die erste Zeit ist bei allen Steuergeräten die Zeit,mit der du festlegst wie gross dein Tropfen werden soll.

 Je länger das Magnetventil geöffnet bleibt,desto grösser wird der Tropfen,ab ca. 70 ms ist das Ventil dann so lang geöffnet das 2 Tropfen fallen.

 Die 2.Zeit ( Toff ) ist die Zeit wie lang das Ventil geschlossen bleibt,bis es erneut öffnet und den 2.Tropfen frei gibt.

 

 Bei meinem System und den mir zu Verfügung stehenden Platzverhältnissen,muss ich bei einem vollen Syphon eine relativ kleine Zeit wählen,

 damit der Tropfen nicht zu gross wird und die aufstrebende Wassersäule nicht über meinen gewählten Bildausschnitt hinaus geht.

 Sie liegt bei ca.45 ms.

 

 Da es ein eher kleinerer Tropfen ist,braucht er länger bis er in´s Wasser taucht und die Wassersäule bildet,die der nachfolgende Tropfen treffen soll.

 So kam ich nach vielen Versuchen auf eine Schliesszeit von 58 - 65 ms um zu gewährleisten,das der 2.Tropfen die Wassersäule so ziemlich am Schluss

 seiner Enstehung trifft und in meinen gewählten Bildausschnitt passt.

 

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  Kreativität

 

 

    Die zu erwartenden Tropffiguren werden von folgenden Faktoren bestimmt :

 

    1.von der Viskosität der verwendeten Tropfflüssigkeit

    2.der Viskosität des Tropfwassers,indem der Tropfen fällt

    3. der Einstellung der Zeiten des Steuergerätes

    4. der Höhe aus dem die Topfen fallen

    5. aus der Füllmenge der Tropfflüssigkeit im Syphon

    Das Bild wird bestimmt

    1.von der Blende,die entscheidend für deine Tiefenschärfe ( Schärfentiefe ) ist,hier ist Blende 14 oder 16 zu empfehlen.

       Vorausgesetzt du hast ganz genau auf die Schraube scharf gestellt.

    2.von der ISO Zahl ( Helligkeit )

    3.von den Farben der Tropfflüssigkeit und des Tropfwassers

    4.der verwendeten Farbfolie(n) der oder des Hintergrundblitzes und der Positionierung

    5.der Farbfolie,der Positionierung und der Lichtintensität des Blitzes unterhalb der Wanne. 

 

    Allein aus all diesen Faktoren wird schon deutlich wie mannigfaltig die verschiedene Herangehensweise an diese Fotografie sein kann.

 

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   Ich vergleiche diese Sparte der Fotografie gern mit dem Finale der Küchenschlacht :

   Jeder der beiden Finalteilnehmer hat das selbe Rezept und die selbe Technik und dennoch entstehen zum Schluss 2 unterschiedliche Gerichte

   die letztendlich Geschmackssache des Jurors ist, wer gewinnt.

   Einzig und allein entscheidet die zu verwendete Menge der Zutaten ,weil sie nicht im Rezept stehen und die Herangehensweise an die Zubereitung

   des Gerichtes.

 

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   Lange habe ich überlegt,wie ich auf dieser Seite die Kreativität erläutern könnte,so dass sie nachvollziehbar wird.

 

   Einen innigen Kuss,einen wunderschööönen Sonnenaufgang , den Verlust eines geliebten Menschen und andere tiefgehende Empfindungen

   beschreiben zu wollen ist sehr,sehr schwierig und nur Menschen mit einem grossen Talent vorbehalten,da ich zu ihnen nicht gehöre versuche

   ich hier einen Blog zu eröffnen und werde meine Empfindungen an Hand von Bildern erläutern.

   Deshalb wird diese Seite eine dynamische werden,die immer wieder ergänzt und erweitert wird.

 

 


 

    Zu allererst möchte ich Dir meine Vorgehensweise an diesem Bild erläutern :

 

 

  

 

 

    Bevor ich überhaupt anfange zu tropfen,überlege ich mir,wie das spätere Bild farblich aussehen soll.

 

 

   Seit meinen ersten Tropfversuchen nehme ich die Welt intensiver wahr,was die Farbharmonie

betrifft,ein kräftiges Abendrot inspiriert

   mich dabei genauso gut,wie eine gut gestaltete Werbeseite auf einem Plakat.

   Wenn ich sie mir betrachte , fühle ich in mir eine Möglichkeit in meinen Bildern.

   Bei dem oben stehenden Bild hatte ich mal auf einer Werbeanzeige einen Grün und einen Violettton gesehen,der mich sehr angesprochen hat.

   Also dachte ich mir bei meinen nächsten Versuchen wähle ich mal diese Farbkombination und lasse mich mal überraschen,wie es wirkt im Bild.

   Das Tropfwasser,also das Wasser indem der Tropfen fällt hatte ich grün und die Tropfflüssigkeit violett eingefärbt.

   Der Hintergrundblitz bekam eine graue und der unter der Tropfwanne liegende,die von mir geliebte orangene Folie um das Licht zu erzeugen.

 

   Ich kann es nicht oft genug betonen,bei meinen Bildern geht es nicht ausschliesslich um die Tropffigur,sondern um das Licht und die Farben.

  

   Nun gehe ich an die Tropfflüssigkeit und versuche mir in etwa vorzustellen,welche Figur ich erstellen möchte.

   Ich unterscheide nachstehende Formen bei der TaT Tropferei

   1. Kelche und alle Arten von Trinkgefässe

   2. Karussels mit und ohne Hut

   3. Bupples

   Je nach der von mir gewünschten Figur verdünne ich meine am Tag zuvor erstellte Tropfflüssigkeit.

   Kelche verlangen eine etwas festere Viskosität,wie Karussels.

   Ein grosser Vorteil an meiner Herangehensweise ist, das ich die Zusammenstellung der Tropfflüssigkeit erst kurz vor meiner Sitzung erstelle.

   Im oberen Bild wollte ich schöne Trinkgefässe für Geburtstage und anderen Anlässe,dementsprechend erstellte ich eine Flüssigkeit,

   mit einem halben Anteil reinem Leitungswasser und einem halben Anteil Tropfflüssigkeit,danach färbte ich das Gemisch mit violetten

   Krepp Papier und schüttete es mit einem sehr engmaschigen Sieb ( ! ) in meinem Syphon.

   Nun lasse ich mich " einfach " überraschen,ob meine kreative Herangehensweise funktioniert.

 

   Eines unter vielen Problemen ist bei meiner Herangehensweise,das sich die Farbe des Tropfwassers mit jedem Tropfen ändert.

   Tropfe ich mich mit klarem Rot in grünes Tropfwasser ,wird es nach und nach braun,das muss bei der Farbgestaltung schon von vorn herein

   beachtet werden.

   Genau an dieser Stelle gibt es noch viel,viel zu experimentieren mit der Farbe der Tropfflüssigkeit,die nach und nach mit verändert werden will.

   Und der Folie des unter der Tropfwanne liegendes Blitzlichtgerätes.

   Hier geht es an die Grundsubstanz der Kreativität und lässt erahnen wie viele mannigfaltige Möglichkeiten es gibt wunderschöööne Bilder zu erstellen.

   Ob zum Schluss alles mit einander harmoniert ist neben der Kreativität,dem Know How und der Technik reine Glückssache.

   Gerade was Spiegelungen betrifft ist noch vieles unerforscht und nicht erklärbar.

   Ein Phänomen ist,dass das Tropfwasser nur im Fuss erscheint und nicht im gesamten Bild.

   Die Hintergrundfarbe bestimmt die Folie des Hintergrundblitzes und nicht die Farbe mit der das Tropfwasser eingefärbt wurde .

   Da die Kamera im oberen Bild direkt auf die grüne Wasseroberfläche gerichtet ist,müsste auch der Hintergrund grün sein,ist er aber nicht.

   Und genau hier gibt es noch viel,viel zu experimentieren

   Fortsetzung folgt...

  

 

 

  

  

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

 

                          

 

 

 

 

 

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