Amphibien

 

Herzlich Willkommen auf meiner Seite Erfahrungswelt

der Amphibien

 

Auf dieser und den nachfolgenden  Seiten möchte ich meine langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Tieren beschreiben,die mein Leben für immer verändert haben,hier die Amphibien

 

                

 

Wer noch nie in einem Amphibiengebiet war und schon immer mal wissen wollte wie es aufgebaut ist,was es von Ende Februar

bis Mitte April zu tun gibt und wie solche Bilder wie oben stehend gemacht werden ist hier genau richtig.

 

                                      Einleitung

 

Jedes Jahr Ende Februar bis Mitte April findet ein Spektakel statt das seines Gleichen sucht.

Tausende Amphibien,Frösche,Kröten,Molche und Salamander begeben sich nach ihrer Winterruhe auf die

Wanderschaft zu ihren Laichgewässern.

Dabei machen immer die Grasfrösche den Anfang

 

 

Ihre Wanderung beginnt bei günstiger Witterung Ende Februar und endet Mitte März

Die letzten sind die Feuersalamander die wärmere Zeiten benötigen und erst Mitte März mit ihrer

Wanderschaft beginnen.

Es ist also eher unwahrscheinlich einen Grasfrosch und einen Feuersalamander zugleich zu sehen.

Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel was aber eher selten ist.

Zumal die wunderschönen Salamander eher ruhige Bachläufe suchen,während die Frösche und Kröten ihre

Paarung und Ableichung in kleine Teiche vollziehen.

Die Feuersalamander sind im übrigen die einzigsten Amphibien,die ihre Babys schon mit bringen,es sind nur

die Weibchen die es zum Wasser zieht,die Männchen verbringen ihr ganzes Leben im Wald.

Dort vollziehen sie auch ihre Paarung,während dessen sich alle anderen Amphibien erst in ihrem " Geburtswasser "

paaren und zugleich ablaichen

 

                                                Der Aufbau eines Amphibienschutzgebietes

 

 

 

Von einem Schutzgebiet der Amphibien zu sprechen ist eigentlich Unsinn und trifft nicht den Kern unserer Tätigkeit.

Aber mir will einfach kein anderer Begriff einfallen.

Ganz im Gegenteil ein jedes Frühjahr versuchen wir eine Brücke zwischen den Interessen der Menschen

und den Bedürfnissen der Tiere zu schlagen.

 

                

 

An Hand dieses Bildes möchte ich versuchen diese komplizierte Problematik zu erklären.

Das Goldsteintal ist ein wunderschönes Naherholungsgebiet mit ganz viel Natur und 2 Gaststätten,die auf

Gäste warten und genau darin liegt der Spagat der jedes Jahr im März und April gemacht werden muss.

Zum einen wollen sich die Menschen von ihrem stressigen Alltag erholen und zum anderen müssen (!) die

Amphibien zu ihren Laichgewässern,die sich hier nicht sichtbar im linken Bildteil befinden.

Dort siehst du eine Gaststätte und im rechten Bildteil den Wald aus denen tausende Amphibien zu

ihren Gewässern zieht.

Da zwischen befindet sich eine Strasse,die diese Tiere überwinden müssen.

Was nun ?

Um dieses schreckliche Szenario zu verhindern

 

 

bleibt nur eine Möglichkeit,Schutzzäune parallel zu der Strasse zu errichten,wie in dem unteren Bild sichtbar.

 

 

 

 

 

Alle 100 bis 200 Meter werden entlang des Zaunes Eimer in die Erde eingegraben.

 

Nun musst du dir vorstellen,das die Amphibien unbedingt zu ihren Laichgewässern wollen und laufen

entlang dieses Zaunes und über kurz oder lang fallen die meisten von ihnen in die eingegrabenen Eimer.

Nun kommen die vielen fleißigen Helfer ins Spiel die tagtäglich diese Tiere aus ihrer Gefangenschaft

befreien und sie quasi in extra Eimern einsammeln und sie über die Straße tragen. 

 

 

Mein Eimer fasst ca.120 Frösche,Kröten und Molche aller Art.

In spitzen Zeiten tragen wir bis zu 500 Amphibien über die Straße zu ihren Laichgewässern.

Am 14.März 2014 haben mein Freund Gerd 130 und ich 170 Amphibien über die Straße geholfen.

 

Für uns Naturfreunde und begeisterte Fotografen hat diese ganze Geschichte einen spannenden Nebeneffekt.

Wir lernen Tiere kennen die wir so nie in unserem Leben zu Gesicht bekommen hätten.

Alle Arten von Molche und Salamander führen ein sehr zurück gezogenes Leben und es ist mehr als

ein sechser im Lotto sie in freier Wildbahn erleben zu dürfen.

In Natura misst der wunderschön gefärbte Teich oder Bergmolch nicht mehr als maximal 7 cm in der Länge und

ca 1 cm in der Breite,schon daraus wird ersichtlich das wir beim spazieren gehen,diese Tiere eher übersehen als

das wir sie überhaupt wahrnehmen.

 

 Bild vom 18.März 2014

 

 

 

Es ist immer wieder ein wunderschööönes Erlebnis und ein Höhepunkt der Amphibienzeit dieses

faszinierende Tier bewundern zu dürfen.

Gleichzeitig erfüllt es mich mit großem Glück zu erfahren das die Natur noch intakt ist.

Dieser Salamander hat keine natürlichen Feinde weil er bei jeglicher Berührung mit seiner Haut ein

giftiges Sekret absondert,was ein jedes Tier sofort abhält ihn zu fressen es muss ein wahnsinnig

brennender Schmerz sein ihn im Mund zu haben. Es wurden schon Graureiher und Störche beobachtet

die versucht haben ihn zu fressen und nach wenigen Sekunden ihre vermeintliche Beute sofort wieder ausspuckten.

Auch wir Menschen sollten es tunlichst unterlassen nach einer Berührung mit ihm uns z.B. in die Augen

reiben zu wollen.

Hier ist also Vorsicht angesagt.

Einige bekommen Hautausschlag,wenn sie ihn berühren.

Ich persönlich bin völlig unempfindlich gegen sein Gift,nur im Mund habe ich ihn auch noch nicht genommen.

Vielleicht liegt meine Abstinenz an meiner jahrelangen Tätigkeit diesen fantastischen Tieren das Überleben zu sichern.

Ich weiß es nicht.

Sein einzigster Feind ist der Mensch der immer mehr versucht in die Umwelt einzugreifen.

 

Sie sind der Indikator ob die Umwelt in der sie leben noch in Ordnung ist.

 

Wenn auch nur eine winzige Kleinigkeit nicht mehr stimmt in all den Parametern die diese

Tiere zum Überleben benötigen,kommen sie nicht mehr zum Ablaichen und sterben in dem Gebiet aus.

Auch und gerade deshalb erfüllt es uns mit besonderer Genugtuung diese Tiere bei ihrer Wanderung

begrüßen zu dürfen.

Sie geben mir und den vielen fleißigen Helfern,wie meinen lieben Freund Gerd das besondere Gefühl,

das unsere Tätigkeit nicht umsonst ist.

 

 

Gerd betreut Zeit seines Lebens die Amphibien im Goldsteintal und das schon seit über 60 Jahren !!!

Ich ziehe meinen Hut und verneige mich tief vor solchen Menschen, die in aller Stille und Jahr für Jahr einen ganz wichtigen Beitrag leisten,

damit sich auch unsere Kinder und Enkel in Zukunft sich an diesen wunderschööönen Geschöpfen unserer Natur 

erfreuen können.

Solche Menschen sind für mich die wahren Helden unserer Welt

 

 

                                        

           

                            

 

 

 

 

 

 

 

                          

                                               

 

 

 

 

 

 

 

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