Seltene Schmetterlinge

                                                      Herzlich Willkommen auf meiner Seite

                                                             seltener einheimischer Schmetterlinge          

 

Eine der faszinierendsten Tierarten Europas ist der Ameisenbläuling

             Eine Art davon ist in Wiesbadens Umgebung anzutreffen

 

 

                         Der dunkle Wiesenknopf - Ameisenbläuling

                                                           auch Schwarzblauer Bläuling oder Schwarzblauer Moorbläuling

                                              

                                             Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

 

                                              Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling , Grashalm des großen Wiesenknopfes

                                                                ( hier der Falter in Ruhestellung )

                                                                    

 

                Es ist nicht sein eher bescheidenes Aussehen das so fasziniert sondern seine Lebensgeschichte

 

          Für seine Enstehung benötigt er den Wiesenknopf und eine Knotenameisenart , ohne die er nicht existieren kann .

                             Sein gesamtes Leben verbringt er am , um und mit dem großen Wiesenknopf

 

                                                

 

Daran saugt er , paart sich , verbringt die Nächte daran und legt auch nur in diese Blüte seine Eier

                                                                        

 

                                           Hier ein typischer Lebensraum von ihm mit unzähligen Wiesenknopfgräsern

                                          

                                                                          

 

Auch viele andere Insekten mögen die Blüte des großen Wiesenknopfes

 

                                                                           

 

 

                                         Die  Faszination des Ameisenbläulings besteht in seiner Lebensgeschichte

                                      Die aus dem Ei schlüpfende Raupe frisst die Blüte des Wiesenknopfes von innen auf und

                                        nimmt dabei die Farbe der Blüte an , später wenn sie sichtbar wird ( Mitte August bis

                                          Mitte September ) ist sie somit vor allen möglichen Freßfeinden gut getarnt .

 

                                                ( Ab Ende August begebe ich mich auf die Suche nach der Raupe und

                                                     hoffe das eine oder andere Bild von ihr an dieser Stelle präsentieren zu können ,

                                                      es gibt nicht ein einziges Bild laut meinen intensiven Recheren im Internet

                                                      oder sonst irgendwo , das die Raupe im frühen Stadium ihrer Entwicklung

                                                      auf der Blüte des großen Wiesenknopfes zeigt , geschweige denn vom

                                                             Abtransport der Ameisen in ihr Nest , hier gibt es noch viel

                                                              fotografisches Neuland , nach meinem Schmetterlingsbuch

                                                              von " Natur Kompakt " vom Jahr 2004 ist die Raupe nicht

                                                              ausreichend bekannt , das weckt meine Neugier )

                                                       

 

                                                       Nach der dritten Häutung geschieht etwas außergewöhnliches , die Raupe lässt sich

                                     zu Boden fallen und wartet auf die Wirtsameisen , die sie in ihr Nest tragen sollen .

                                                       Um diese anzulocken gibt es unterschiedliche Meinungen , die eine besagt das sie

                                     einen süßlichen Lockduft verströmt , die andere das sie den Duft der Ameise

                                                       imitiert und ihr Aussehen so verändert das sie einer Ameisenbrut ähnelt .

 

                                    Geduldig wartet sie nun im Gras bis ihr Vorhaben gelingt , dabei ist das Risiko hoch nicht

                                    von den Ameisen entdeckt und somit zu verhungern oder gefressen zu werden .

 

                                    Hat ihre Bemühungen Erfolg tragen die Ameisen sie in ihr Nest und sie bekommt einen Platz

                                    in eine ihrer Brutkammern , dort frißt sie dann die Ameisenlarven.( bis zu 600 Stück )

                                    Quasi als Dank sondert sie ein Zuckerhaltiges Sekret über ihre Hautdrüsen ab , die die

                                    Ameisen liebend gern annehmen , dabei dient ihnen diese mehr als Genussmittel und

                                   weniger als Nahrung. Im Ameisennest verpuppt sich die Raupe auch um im nächsten

                                    Sommer dann als fertiger Falter fluchtartig das Nest zu verlassen .

 

                                    Neuere Untersuchungen besagen das die Raupe auch ein Jahr aussetzen kann und erst in

                                    2 Jahren das Ameisennest verlässt .

 

                                    Zurück an der Erdoberfläche lebt der nun fertige Falter wenige Tage bis 2 Wochen und das

                                            ganze Spiel beginnt mit dem neuen Ei wieder von vorn .

                                     

                                                      

                                  

                                               Die Vergesellschaftung mit den Ameisen lässt diese 

                                                 Schmetterlinge zu einer der faszinierendsten

                                                        Tierart Europas machen 

 

 

                                                                       Meine Beobachtungen

 

In diesem Kapitel möchte ich meine Beobachtungen veröffentlichen , die ich bisher gemacht habe .

 

Am 08.August 2014 untersuchte ich ein Gebiet von ca. 3 km Länge und ca. 50 m Breite , wo sich ca. 100

Pflanzen des großen Wiesenknopfes befanden ,aber nicht ein einziger Ameisenbläuling , auch eine Raupe habe

ich trotz intensiver Begutachtung nicht gefunden .

In einem weiterem Gebiet konnte ich dann auf einer halben Fussballfeldgröße 2 Bläulinge entdecken.

Das legt für mich den Schluss nahe , das ihre Hauptflugzeit Juni/Juli ist , wie allgemein angenommen wird 

und im August nur noch ein paar wenige existieren .

 

Sehr interessant war für mich zu beobachten , wie ein Falter ständig um die Blüte eines Wiesenknopfes gelaufen ist

und ständig seinen " Saugrüssel " in ihr bohrte , wie Nektar saugen sah mir das nicht aus .

Eher wie ein Abtasten ob in dieser Blüte schon ein Ei / Raupe vorhanden ist .

Verschiedene Quellen berichten, das dieser Schmetterling nur ein einziges Ei pro Blütenkopf hinein legt .

Nur woher weiß er ob die ausgesuchte Blüte nicht schon von einer Raupe besetzt ist ?

Sein Verhalten könnte eine Erklärung dafür sein .

 

Am Montag , dem 01.September 2014 begab ich mich wiederum auf die Suche nach der Raupe , die ich nicht 

auffinden konnte , dafür beobachtete ich einen weiteren sehr , sehr seltenen Bläuling den 

Kurzschwänzigen oder auch Kleebläuling genannt .

Er galt in Hessen bis ins Jahr 2006 als ausgestorben !!!

Im Jahr 2007 wurden wieder einige Populationen in Südhessen entdeckt und die ersten Wiederfunde im Jahr 2008

in der Umgebung von Wiesbaden.

 

Der kurzschwänzige Bläuling auch Kleebläuling genannt

 

Kurzschwänziger oder auch Kleebläuling genannt

 

Er ist unglaublich scheu und sehr , sehr schwierig zu fotografieren , weil er sehr tief fliegt .

In den nächsten Tagen werde ich noch mal den Ort aufsuchen um ihn näher zu beobachten 

und in seiner Anzahl zu registrieren .

 

Seinen ungewöhnlichen Namen hat er bekommen , weil er am unteren Flügel ein ganz kleines Schwänzchen hat .

Im oberen Bild am rechten unteren Flügel zu sehen .

 

 

 

     

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